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Esche

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Nomenklatur
Botanische Bezeichnung: Fraxinus excelsior L.
Familie: Oleaceae
Handelsnamen und Code
nach ENTC:
13556 (Entwurf)
Deutsch: Esche
Englisch: European ash
Französisch: frêne commun
Code: FXEX
Herkunft: EU
Herkunft nach
IAWA-Klassifikation:
Europa ohne Mittelmeergebiet
Mittelmeergebiet einschließlich Nordafrika und Mittlerer Osten
Weitere Namen: Common ash (Großbritannien), Essen Europees (Niederlande), Frasin commun (Rumänien), Frassino europeo (Italien), Frassino maggiore (Italien), Frêne commun (Frankreich), Gemeine Esche (Deutschland), Jesion (Polen), Magas köris (Ungarn),
Abbildungen
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Handelsbeschränkungen
Schutzstatus nach Cites: nicht aufgeführt
Baum- und Stammbeschreibung
Allgemein: Die Esche gehört nach der Buche und Eiche zu unseren wichtigsten einheimischen Laubhölzern. Sie stammt, wie die Sträucher Flieder, Forsythie und Liguster, aus der Familie der Ölbaumgewächse. In der Regel kann sie Höhen zwischen 17 und 35 m, und Durchmesser bis zu 1 m erreichen. In Ausnahmefällen auch Höhen über 40 m und Durchmesser von über 2 m. Das Höchstalter beträgt 250 bis 300 Jahre.
Ursprüngliches Vorkommen: Die Esche ist fast in Gesamteuropa mit Ausnahme von einigen Gebieten am Mittelmeer verbreitet. Das Gebiet ihrer Verbreitung erstreckt sich bis nach Kleinasien, Nordafrika und den mittleren Osten.

Natürlich kommt die Esche vor allem am Rand von Flüssen und an Steilhängen vor. Sie bildet oftmals einen Bestandteil von Auenwäldern.

Man kann die Esche in der Ebene wie auch in den deutschen Mittelgebirgen bis 700 m, in den Alpen bis über 1300 m und im Kaukasus bis auf 1800 m finden.

An schlechten Standorten tritt sie oftmals nur noch in Strauchform in Erscheinung.
Max. Baumhöhe: 30 m 
Max. Durchmesser: 2.0 m 
Max. Alter: 300 Jahre 
Baumbeschreibung: In der Regel erreichen Eschen eine Höhe zwischen 17 und 35 m. Auf besonders guten Standorten können aber auch Höhen von über 40 m erreicht werden. Der Baum hat eine gewölbte Krone mit steil aufrecht stehenden Hauptästen.
Stammbeschreibung: In geschlossenen Beständen wo eine Astreinigung stattfindet, kann ein astfreier Stamm von bis zu 20 m Länge entstehen. Freistehende Exemplare behalten ihre unteren Äste, was zu einer tief ansetzenden, geschlossenen Krone führt.
bis 20 m astfrei und 1 m stark
Holzbeschreibung
Holzbeschreibung: Die Esche gehört zu den „Bäumen mit fakultativer Kernholzbildung“ und bildet in höherem Alter (60 bis 80 Jahren) einen hellbraunen Kern, der sich von einem breiten hell gelblichen Splint leicht abhebt. Vor dieser sogenannten Braunkernbildung sind Kern und Splint nur schwer voneinander zu unterscheiden. Ihre Farbe lässt sich als hell, weißgelblich bis weißrötlich beschreiben.

Auf eine Verletzung mit anschließender Pilzinfektion reagiert die Esche mit einem pathologischen Farbkern. Dieser ist meist von unregelmäßiger Form.

Eine Besonderheit ist der Olivkern oder Olivenkern der Esche. Er ähnelt vom Aussehen dem Holz des Öl- oder Olivenbaumes (Olea europea L.).

Bisher wird er dem Braunkern zugeordnet, da bisher keine Entstehungsursachen bekannt sind. Man weiß, dass besonders ältere, engringige Eschen auf kalkreichen Standorten für diese Besonderheit anfällig sind.
Porigkeit: Das Holz der Esche ist, wie das der Eiche, Robinie und Ulme, ringporig.
Gefäßanordnung: Die Gefäße kommen meist in kurzen (2-3 Zellen) radialen Reihen ohne spezifische Anordnung gruppiert vor.
Kernholzfarbe: gelblich bis rötlichweiß
Splintholzfarbe: weißlich
Gefäßanordnung: ringporig
Dauerhaftigkeit gegenüber
Pilzen:  nicht dauerhaft
Anobium:  anfällig
Termiten:  anfällig
Tränkbarkeit
des Kerns:  mäßig tränkbar
Bearbeitbarkeit
Verklebung: sehr gut, Das Holz nimmt Leim gut an. Es werden sehr haltbare Verbindungen erreicht.
Schraubung und Nagelung: vorgebohrte Nagel- und Schraubverbindungen halten gut
Oberflächenbehandlung: gut, schwierig zu beizen, gut lackierbar
Schälen: gut
Messern: gut
Trocknung: Die Esche sollte bei mäßiger Temperatur und nicht zu schnell getrocknet werden. Das Holz neigt nur leicht zum Werfen. Oberflächenrisse kommen nur selten vor.
Holzverwendung
Beschreibung: Im Handel ist Eschenholz als Rund- und Schnittholz und als Messerfurnier zu finden.

Aufgrund seiner besonderen technischen Eigenschaften, wie der hohen Zug- und Biegefestigkeit und Bruchschlagarbeit wurde es in der Vergangenheit bevorzugt als Spezialholz eingesetzt. Es fand insbesondere in der Wagnerei Verwendung als Achse, Deichsel, Radreifen und Felge.

Im Sportbereich dient es als Barrenholm, Leitersprosse und Ausgangsmaterial für Ruder und Skier.

Es widersteht auch den starken Stoßbeanspruchungen, die bei Gerätestielen von z.B. Hämmern, Äxten, Beilen, Pickeln und Hacken auftreten.

Während des Mittelalters war es eines der bevorzugten Hölzer zur Herstellung von Bögen und Speeren.

Bei der Auswahl des Holzes für Anwendungen wo hohe Anforderungen gefordert werden, sollte auf die Breite der Jahrringe geachtet werden.

Breite Jahrringe sind ein Qualitätsmerkmal, da dieses Holz eine höhere Festigkeit, Härte und Zähigkeit aufweist, als langsam gewachsenes Holz mit schmaleren Zuwachszonen.

Neben der Buche ist es das wichtigste Ausgangsmaterial für die Herstellung von Biegeformteilen aus Holz.

In den letzten Jahren wurde es zwar durch das Aufkommen von modernen Kunststoffen in manchen Spezialanwendungen verdrängt, doch ist es immer noch für einige Anwendungen begehrt.

Die Optik des Holzes steht den technologischen Eigenschaften nicht nach.

Im Möbelbau als Massivholz, wie auch Furnier sowie im dekorativen Innenausbau ist das Holz der Esche geschätzt.
Als Furnier findet es Anwendung für Wand- und Deckenverkleidungen
Mögliche Verwendungen: Schiffbau, Möbel, Fahrzeugbau, Handläufe, Sportgeräte, Turngeräte, Werkzeugstiele, Furnier
Austauschhölzer: Sassafras, Sen
Heilkunde
Aus den Blättern der Esche kann man einen Tee bereiten, der bei Rheuma und Gicht Linderung verschaffen soll. Tee aus zerkleinerter Eschenrinde wird eine Fiebersenkende Wirkung nachgesagt.
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