Josef Daubner ist einer der letzten Böttcher in Mecklenburg-Vorpommern. Aber Bottiche bestellt schon lange keiner mehr.
Dauben nennt der Böttcher die gewölbten, schmalen Bretter, aus denen hölzerne Fässer hergestellt werden. Da kann es kein Zufall sein, wenn ein Böttcher mit Nachnamen Daubner heißt, und in der Tat: "In unserer Familie wird dieses Handwerk schon seit Generationen ausgeübt", erzählt Josef Daubner, einer der letzten Meister der Zunft in Mecklenburg-Vorpommern, Urgroßvater und Vater waren Böttcher, und er bertreibt mit bald 72 immer noch gemeinsam mit seinem Sohn Henry eine gut gehende Werkstatt in Rostock-Dierkow. "Tischlerei und Böttcherei" steht auf dem Firmenschild. Nur Bottiche lässt schon lange keiner mehr machen.
Seinen Gewerbeantrag stellte er erst 1978. 1979 fing er als Ein-Mann-Betrieb an. Heute finden in der Firma, die er bei seinem Sohn Henry in guten Händen weiß, noch zwei Gesellen Arbeit, und auch einen Lehrling gibt es.
"Wir sind gut ausgerüstet, bauen alles, was aus Holz ist und verlangt wird", sagt Daubner nicht ohne Stolz, und gern tut er immer noch selbst mit, kümmert sich um Angebote, Rechnungen und Aufmaße.
(Interview Ostsee-Zeitung vom 01.04.2006)
Einsatzradius: 500 km
Mitarbeiter: k.A.
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