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Diffusionsoffene Baumaterialien puffern die Raumfeuchte und schaffen ein gesundes Wohnklima. Ausführung: Basan.Bauwerke aus Holz, 04435 Schkeuditz, OT Radefeld

Je dichter und kälter ein Baustoff, desto mehr Wasserdampf aus der Raumluft schlägt sich daran als Kondenswasser nieder. Dauerfeuchte kann zu Bauschäden führen. Materialien, die Feuchte zunächst aufnehmen und nach und nach wieder abgeben, regulieren das Raumklima – man sagt: sie sind offen für die Diffusion des Dampfes.

Dampfdruck-Gefälle zwischen Innen- und Außenseite des Hauses
Hausbewohner kochen, duschen, schwitzen: In einem Vier-Personen-Haushalt füllt pro Tag 10 bis 12 Liter Wasserdampf die Raumluft. Seine gasförmigen Moleküle verteilen sich gleichmäßig im Raum und erzeugen einen bestimmten Dampfdruck, die relative Luftfeuchtigkeit. Auch im Freien lässt sich Dampfdruck messen. Entspricht er der relativen Luftfeuchtigkeit im Haus, besteht ein Gleichgewicht. Liegt der Dampfdruck in Inneren des Hauses höher oder niedriger als die relative Luftfeuchtigkeit draußen, spricht man von einem Dampfdruck-Gefälle. Der Dampfdruck entweicht auf die druckärmere Seite des Bauteils, er diffundiert. So entsteht eine Ausgleichsströmung, die Diffusion.

Widerstand gegen Dampfdruck
Baumaterialien setzen Dampf unterschiedlich ausgeprägten Widerstand entgegen. Wie stark er ist im Vergleich zu einer 100 cm dicken Luftschicht, gibt die Dampfdiffusions-Widerstandszahl µ (mü) an – je kleiner sie ist, desto leichter dringt Wasserdampf durch. Dichtes Materialgefüge mit einer Dampfdiffusions-Widerstandszahl über 100 µ gilt als Dampfsperrschicht, beispielsweise Bitumen-Schweißbahn. Dampfbremsen sind Materialien, die Dampfdiffusion verzögern, jedoch nicht unterbinden.

Feuchte-Puffer
Baustoffe oder Bauteile, die Dampfdruck wenig Widerstand entgegensetzen, nennt man diffusionsoffen. Bauherren mit Wunsch nach „gesundem“ Wohnen schätzen die Vorteile wasserdampf-durchlässiger Wände, Decken und Dächer: Ist es feucht im Raum, speichern sie Wassermoleküle in der Oberfläche. Im Gegenzug gibt sie Feuchtigkeit an die Raumluft ab, wenn diese zu trocken ist. Der Puffer arbeitet langsam, innerhalb von Stunden oder gar Tagen, und nur etwa 2 Prozent der Raumfeuchtigkeit quert das Bauteil tatsächlich.

Diffusionsoffene Bauteile, luftdichte Hülle
Per Diffusion wird man Kochdunst und Badedampf also nicht los, denn die Dampfmoleküle bewegen sich nicht mit einer Luftströmung durch Bauteile hindurch – „atmende“ Wände gibt es nicht. Wenn es zieht, hat das Haus offene Fugen und verliert unnötig viel Heizwärme. Deshalb achtet man heute auf eine luftdichte Gebäudehülle. Die Energie-Einspar-Verordnung (EnEV) schreibt sie für Neubauten vor. Ein Vorteil mit Risiken, umso wichtiger ist die richtige Lüftung.

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